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TSV Vaterstetten e.V. - Ju-Jutsu

25.06.2026

Vom Probetraining zur Kindertrainerin mit Lynn Franz

von Amanda Schulz

über Ju-Jutsu, Gemeinschaft und Selbstvertrauen

Für Lynn Franz begann Ju-Jutsu ursprünglich eher zufällig – heute ist der Sport ein wichtiger Teil ihres Alltags geworden. Die 16-Jährige trainiert seit rund vier Jahren in der Ju-Jutsu-Abteilung des TSV Vaterstetten und engagiert sich inzwischen selbst als Kindertrainerin.


Auf der Suche nach der richtigen Sportart

Zum Ju-Jutsu kam Lynn über ihre kleine Schwester, die damals mit dem Sport angefangen hatte. Sie selbst war zu dieser Zeit auf der Suche nach einer Sportart, die ihr langfristig Spaß macht – und entschied sich nach einem Probetraining zu bleiben.

Mittlerweile trainiert sie nicht nur regelmäßig selbst, sondern betreut seit etwa fünf Monaten auch Kinder zwischen 9 und 13 Jahren als Trainerin.


Was macht Ju-Jutsu besonders?

Für Lynn ist vor allem die Vielseitigkeit des Sports faszinierend. „Das Training wird nie langweilig“, beschreibt sie. Immer wieder gebe es neue Techniken, neue Kombinationen und unterschiedliche Schwerpunkte der Trainer.

Ju-Jutsu bedeutet ungefähr „nachgiebige Technik“ und verfolgt das Ziel, sich mit möglichst wenig Kraftaufwand effektiv verteidigen zu können. Dabei werden Elemente aus verschiedenen Kampfsportarten miteinander kombiniert – darunter Würfe, Hebeltechniken, Bodenkampf oder Waffenabwehr.

Besonders gefällt Lynn, dass es im Ju-Jutsu nicht nur um Kraft geht, sondern vor allem um Technik, Kontrolle und das richtige Zusammenspiel von Bewegung und Reaktion.


Training mit Abwechslung

Ein typischer Trainingstag beginnt meist mit einem gemeinsamen Aufwärmen. Danach werden Techniken oder Kombinationen mit einem Partner geübt.

Je nach Trainer unterscheiden sich die Inhalte und Schwerpunkte, wodurch jedes Training anders aussieht. Zum Abschluss gibt es häufig kleine Kämpfe im Bodenkampf oder ein intensives Workout zum Auspowern.


Körperlich und mental gefordert

Ju-Jutsu fordert laut Lynn nicht nur körperlich, sondern auch mental. Einerseits kann man sich im Training richtig auspowern, andererseits gehe es immer darum, Techniken sauberer und kontrollierter auszuführen.

Für Anfänger sei besonders die Fallschule wichtig – also das richtige Fallen nach Würfen oder Stürzen, um Verletzungen zu vermeiden.


Mehr Selbstbewusstsein im Alltag

Was Lynn besonders aus dem Training mitnimmt, ist mehr Selbstbewusstsein im Alltag. Außerdem helfe ihr Ju-Jutsu dabei, in stressigen Situationen ruhiger zu bleiben.

Ein besonderer Gänsehautmoment seien für sie immer die Gürtelprüfungen: „Nach langer Vorbereitung eine Prüfung geschafft zu haben, ist jedes Mal ein richtig schönes Gefühl.“


Blick nach vorne

Aktuell freut sich die Abteilung besonders auf die vereinsübergreifende Prüfung mit dem ESV München im Juni. Dafür laufen bereits gemeinsame Vorbereitungen und Lehrgänge.

Neue Mitglieder können jederzeit bei einem Probetraining vorbeikommen – Vorkenntnisse sind nicht notwendig.


Fazit

Für Lynn ist Ju-Jutsu weit mehr als nur Selbstverteidigung. Der Sport verbindet Gemeinschaft, Abwechslung und persönliche Weiterentwicklung – und genau das macht ihn für sie so besonders.