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Ein Urgestein hört auf

Abschied von Michi Abel

29.07.2007 |


Am Dienstag, den 24.7.2007 war es leider soweit. Michi Abel, das "Urgestein" der Ju-Jutsu-Abteilung, gab nach über 20 Jahren seine letzte Trainingsstunde für den TSV Vaterstetten. Und alle waren sie gekommen: Weit über 50 Ju-Jutsukas, auch solche, die schon seit Jahren nicht mehr da waren, lauschten noch einmal der amüsanten und kurzweiligen Art, wie Michi immer sein Training gestaltet hat.
Angefangen im Jahr 1987 als Vaterstettener "Neubürger", machte er dank seiner Karatevorbildung bereits nach einem Jahr den gelben und orangen Gürtel in einer Prüfung. Ein Novum bis dahin im Verein. Rasch folgten dann der grüne und blaue Gürtel, bis ihm und Alex Koller dann im Jahr 1990 durch den beruflichen Wegzug des damaligen Übungsleiters Wolfgang Marx, das Training "übertragen" wurde. Fortan verbrachten beide unzählige Wochenenden auf Lehrgängen in ganz Bayern, um ohne eigenen Trainer in möglichst kurzer Zeit sowohl den braunen als auch den schwarzen Gürtel zu erwerben, damit die stetig wachsende Abteilung überhaupt weiter bestehen konnte. Am 30.7.1992 war es dann soweit. In Rabenberg (Erzgebirge) konnte nach über 5 (!) Stunden Prüfungszeit endlich der ersehnte schwarze Gürtel umgebunden werden. Kurz darauf erfolgte der private Umzug in die Landsberger Ecke, so dass seitdem immer eine dienstägliche "Pilgerfahrt" Landsberg-Vaterstetten-Landsberg stattfand, und zwar um Training zu halten, statt selber Training zu haben. Unzählige Kinder in den Kindergruppen, Jugendliche und Erwachsene im Erwachsenentraining profitierten von seinem unstillbaren Interesse an den verschiedensten Stilrichtungen: So finden sich heute Elemente aus dem Modern Arnis, Kali, Escrima, Kickboxen, Thaiboxen, Ringen, Wrestling als ganz selbstverständlicher Teil im Vaterstettener Ju-Jutsu-Training wieder. Die heutigen Abteilungsleiter, Alex Penker und Daniel Markmiller, vielen bekannt durch die verschiedenen Showvorführungen, starteten als kleine "Joggings" (= Anfänger im Jogginganzug) in seiner Gruppe. Wie man sieht, mit Erfolg.... Vieles gäbe es noch zu berichten, wie stundenlange nächtliche Pensionssuchen im Fürther Umland, abenteuerliche Trainingslager in Valloire (Frankreich), musikalische Bereicherungen in Inzell, Bingomaster auf den Weihnachtsfeiern und vieles mehr. …Der Rest bleibt Insiderwissen!

Herzlichen Dank von uns allen für die vielen Trainingseinheiten, die Stunden und Kilometer, die Du für uns auf der Autobahn verbracht hast, die Anregungen zum Blick über den Tellerrand und den Spaß, den Du uns am Ju-Jutsu vermittelt hast! "Deine" Ju-Jutsukas